Abgeschieden zwischen den stillen Fischteichen, Mooren und Wäldern der heutigen Gemeinde Schönteichen liegt die hervorragend erhaltene Sumpfschanze von Biehla. Im 19. Jahrhundert wird der Sumpfwall auf Karten festgehalten, ohne als vorgeschichtliche Befestigung erkannt zu sein. Im Jahr 2000 fand eine wissenschaftliche Gemeinschaftsgrabung zur Feststellung des historischen Bestandes zwischen dem Landesamt für Archäologie Katholischen Universität Warschau statt.
Überraschend große Mengen an Keramikfunden und Reste von Haus- und Wallkonstruktionen, sowie erste Spuren einer gewaltsamen Zerstörung machen diese Grabung zu einer Sensation. Die Qualität der Erhaltungsbedingungen dieser früheisenzeitlichen Siedlung ist einmalig in Deutschland. Die bisher gefundenen, verkohlten Balken und im feuchten Boden erhalten gebliebenen Hölzer ermöglichen eine absolute Datierung um 620 v. Chr. Diese Biehla wird so zum Dreh- und Angelpunkt der Datierung der frühen Eisenzeit Ostsachsens und des angrenzenden Südwestpolens.
Preise: kostenfrei
Verpflegung: Selbstverpflegung
Erreichbarkeit: Busanbindung aus Königsbrück, Kamenz und Bautzen, Regionalbahn aus Dresden oder individuell
Kontakt / Anfahrt:
am Biehlaer Großteich
Gemeinde Schönteichen OT Biehla
Bürgermeister Maik Weise
Tel.: 0 35 78 – 3 85 10
... so fangen Märchen an.
Dornröschen hätte bestimmt im Traumschloss Schönfeld gut geschlafen.
Die Eingangstreppe im Schloss Lauterbach ist ideal um einen Tanzschuh zu verlieren.
Und der Froschkönig hätte im Wasserschloss Oberau sicher einen schönen Brunnen gefunden.
Was aber tatsächlich in den Heidebogen-Schlössern los war, wer dort gelebt hat und wie das Leben in und um das Schloss aussah, kann man bei einer Besichtigung erfahren.
Eine Sage aus dem Traumschloss Schönfeld:
Die nachtwandelnde Mutter und das eingemauerte Kind
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Im altteilichen Schloss, besonders im großen Turm spukte es. Zu gewissen Zeiten war nachts ein jämmerliches Kindergeschrei zu hören.
Wenn es ertönte, wandele immer eine schwarz verschleierte Frau umher.
Otto v. Erdmannsdorf schrieb dazu: der Turm war früher interessant durch seine eigenartige Bauart … dadurch das zwischen den Umfassungsmauern und Zwischenwänden verschiedene sehr enge und schmale Treppen von einem Stockwerk zum anderen…führte. Wer in diesem Labyrinth von Treppen eingeweiht war, konnte zum Beispiel im ersten Stockwerk des Turmes verschwinden … und im Esssaal des letzteren wieder ans Tageslicht kommen.
Nachdem 1817 der Oberforstmeister Heinrich Ludwig v. Erdmannsdorf das gut übernommen hatte, wollte er den Turm, der wegen des Spukes leergestanden hatte, wieder bewohnbar machen. Wiederholt wurde einerseits vor dem Spuk gewarnt, andererseits aber von dem alten Gärtner dringend ersucht, einen Schatz zu heben, der im Turm in einer Wand der geheimen Treppchen verborgen liege. Nach langem unglaublichen Lächeln entschloß sich v. Erdmannsdorf endlich dem Drängen des alten treuen Dieners…nachzugeben und untersuchte durch klopfen mit einem Hammer die gesamten Seitenwände sämtlicher verborgener Treppen. An einer Stelle klang es hohl. Man brach die Mauer auf und entdeckte einen Hohlraum. Darin fand man ein Brett auf dem ein Kindergerippe mit Eisen angeschmiedet war. Etliche Einwohner der Umgebung behaupteten fest, daß der Spuk existiert habe und erst aufgehört hat, nachdem die Gebeine des Kindes aus dem steinernen Grab erlöst und in die Erde vergraben wurde, dadurch sei die nachtwandelnde Mutter zur Ruhe gekommen. Wahrscheinlich handelte es sich um ein uneheliches Kind einer adligen Dame. Ein alter Einwohner erzählte damals, daß die kleine Sandsteinfigur rechts oben im Portal vom ehemaligen Rittergutsgelände zum Schlosshof ein Kind darstelle und die Sage symbolisierte.
Noch mehr interessante Informationen bekommte man bei einem Besuch im Schloss Schönfeld.
Kontakt:
Förderverein Schloss Schönfled 1996 e.V.
Frau Guder
Straße der Jugend 1
01561 Schönfeld
Tel.: 035248 20360
Preise:
Erwachsene 4,- EUR
Schüler 3,- EUR
Verpflegung: Picknickplatz für selbst mitgebrachte Speisen
Erreichbarkeit: mit ÖPNV von Großenhain und Königsbrück, Sacka, Tauscha und Radeburg
Im Schloss Lauterbach residierten seit 1735 bis 1929 die Familie von Palm. Die Familie bekleidete am Hofe von Kaiserin Maria Theresia von Österreich wichtige Ämter. Die Gestaltung der Räume ließen das deutlich erkenne. Die Portraits von Maria Theresia und ihrem Mann Franz Stefan von Habsburg-Lothringen wurden aufgehängt und die Räume pompös gestaltet. Der Park wurde im barocken Stil angelegt und später im englischen Stil umgestaltet.
Heute betreiben die ehrenamtlich engagierten Mitglieder des Fördervereins Schloss und Park Lauterbach das Anwesen und wissen viele interessante Geschichten zum Schloss und zum Park zu berichten.
Kontakt:
Förderverein Schloss und Park Lauterbach e.V.
Herr Gerd Werner, Herr Fritz Baronner
Schlossallee
01561 Ebersbach OT Lauterbach
Tel.: 035249 79245
Preise: Parkbesichtigungen sind kostenfrei, Preise für Führungen auf Anfrage
Verpflegung: Selbstverpflegung
Erreichbarkeit: mit ÖPNV aus Großenhain, sonst individuell
Das Schloss Oberau ist ein im Oberau (Gem. Nierdau) an der Elbe igelegenes Wasserschloss das über Jahrhunderte der sächsischen Adelsfamilie von Miltitz gehörte. Das Schloss ist eines der ältesten erhaltenen Wasserschlösser in Sachsen.Überlieferungen aus der Zeit gegen Ende 1853 berichten von einer einzelnen Brücke - wahrscheinlich eine Zugbrücke- die über den Wassergraben zum Schloss führte.
Nach 1945 wurden Vertriebene in das Schloss einquartiert. Nachdem einige Familien wieder wegzogen, wurden einige Zimmer umgebaut. In der Folgezeit fanden noch immer zehn Vertriebenenfamilien im Schloss eine Unterkunft. Diese Umbauten wurden später auch von einem Kinderheim genutzt. Da für das Kinderheim nicht genügend Plätze vorhanden waren, plante man den Abriss des Schlosses. Der Abriss zögert sich jedoch hinaus, da im Schloss noch immer Umsiedlerfamilien wohnten. 1946 wurde das Rittergutsgebäude umgestaltet, um dieses anderweitig nutzen zu können. Von den Umbauten war auch der große Schlosspark erheblich betroffen. In den letzten Jahren ist das Schloss stark vom Verfall bedroht.
Die Interessengemeinschaft Schloss Oberau will durch ihr Engagement dem Verfall entgegenwirken und das Schloss und den Park einer neuen Nutzung zuführen - trotz seines Zustandes ist das Schloss mit dem Winzerhäusel sehr sehenswert und Herr Sang vom der Interessengemeinschaft weiß viel Interessantes zu berichten.
Kontakt:
Gemeinde Niederau
Herr Steffen Sang
Thomas-Müntzer-Ring 6
01689 Niederau OT Oberau
Tel.: 035243 3360
Preise: Besichtigung des Parks kostenfrei, Kosten für Führung auf Anfrage
Verpflegung: Selbstverpflegung
Erreichbarkeit: ÖPNV aus Meißen und Großenhain, Radeburg
Das Museum der Westlausitz beherbergt Sammlungen zur Zoologie, Geologie, Botanik, Archäologie und Kulturgeschichte. Aus den Blickwinkeln der verschiedenen Wissenschaften wird die Landschaft unserer Region und ihre Geschichte unter die Lupe genommen.
Das Museum stellt Lehrmaterial zur Verfügung und schickt die Schüler mit einem Forschungsauftrag durch das Museum. Die Schüler präsentieren dann ihre Ergebnisse in der Gruppe.
Und keine Angst: Im Museum darf alles angefasst und ausprobiert werden.
Preise: Erwachsene 2 EUR
Schüler 1,50 EUR
Verpflegung: Selbstverpflegung oder im Café
Erreichbarkeit: Regionalbahn aus DD oder Busverbindung aus der Umgebung
Kontakt:
Museum der Westlausitz
Pulsnitzer Straße 16
01917 Kamenz
Tel.: 03578 - 78830
www.museum-westlausitz.de
Der Bibelgarten Oberlichtenau-Pulsnitz ist ein Freilichtmuseum mit der Atmosphäre des biblischen Israels.
Originalgetreu nachgebildete Elemente aus der Lebenswelt des Alten und Neuen Testamentes lassen biblische Geschichten und Gleichnisse anschaulich und dadurch verstehbar werden.
Der Bibelgarten eignet sich nicht nur für Bibelarbeiten "am Originalschauplatz", sondern ebenso für Religions-, Ethik- und Geschichtsunterricht zum Anfassen.
Die Wurzeln unserer heutigen abendländischen christlich-jüdischen Wertevorstellungen werden hier veranschaulicht.
Preise: 40,- EUR für gesamte Schulklasse
Verpflegung: Selbstverpflegung, Picknickplatz für selbst mitgebrachte Speisen
Erreichbarkeit: Busanbindung aus Königsbrück, Kamenz und Bautzen, Regionalbahn aus Dresden oder individuell
Kontakt:
Evangtours
Maik Förster
Schlosspark 2
01896 Pulsnitz OT Oberlichtenau
Tel.: 03 59 55 - 4 58 88
info@evangtours.de
Die Idee zur Gründung eines Museums entstand anlässlich des Heimatfestes 1907. Der Vorsitzende des Verschönerungsvereins, Schuldirektor und Lehrer - Paul Subklew - ermutigte die Radeburger, Gegenstände jeglicher Art zu sammeln, die die Vergangenheit ihrer Heimat dokumentieren. Diese Leihgaben und Schenkungen bildeten neben archäologischen Funden aus der Bronzezeit den Grundstock für das 1928 gegründete Museum. 1954 erhielt es sein endgültiges Domizil im Stadthaus und späteren Amtsgericht der Stadt.
Auf 130 m² Ausstellungsfläche wird dem Museumsbesucher die Entwicklung der Stadt von der Ur- und Frühgeschichte, über die Ersterwähnung als Städtchen bis hin zur Gegenwart vorgestellt. Vorrangig wird in der ständigen Ausstellung des Museums das 19. Jahrhundert dargestellt. Möbel und Gebrauchsgegenstände des Klassizismus bis hin zum Historismus geben Einblick in das Leben der Menschen dieser Zeit.
Das Logo des Heimatmuseums, der gezeichnete Zille-Kopf, stimmt den Museumsbesucher auf eine Sonderausstellung ein, die anlässlich des 140. Geburtstages Heinrich Zilles (1858 -1928) zu sehen ist. Unter dem Titel "Det war sein Milljöh" werden Parallelen zwischen dem Leben und Wirken des Künstlers in Berlin und seiner Geburtsstadt Radeburg dargestellt. Die ausgestellten Werke und Fotografien Zilles zeigen die vielfältige Art des Künstlers sich auszudrücken. Zille-Literatur sowie Schriftverkehr der Kinder Zilles mit dem Heimatmuseum werden ebenfalls in der Ausstellung gezeigt.
Preise: Schüler 1,- EUR, Erwachsene 1,50 EUR
Verpflegung: Selbstverpflegung oder nebenan im Restaurant Deutsches Haus mit Biergarten
Erreichbarkeit: Busanbindung aus Großenhain, Königsbrück, Meißen und Dresden oder individuell
Kontakt:
Heimatmuseum Radeburg
Heinrich-Zille-Straße 9
01471 Radeburg
Tel.: 03 52 08 - 43 41
Als denkmalsgeschützter Vierseithof in gut erhaltener Bausubstanz kann man das Leben auf dem Dorf der früheren Zeit erfahren. Der Hof zeigt eine Ausstellung von landwirtschaftlichen Gerätschaften und Maschinen.
Preise: Schüler 1,- EUR, Erwachsene 2,- EUR
Verpflegung: Selbstverpflegung
Erreichbarkeit: Busanbindung aus Königsbrück, Kamenz und Bautzen oder individuell
Kontakt:
Vierseithof Häslich
Reichenbacher Str. 2
01920 Haselbachtal OT Häslich
Tel.: 0 35 78 - 30 71 38 oder 0 35 78 - 3 09 36 20
Im ersten Weltkrieg wurde das Neue Lager (bei Schwepnitz, nördlich von Königsbrück) für russische, serbische, italienische, belgische und französische Kriegsgefangene eingerichtet. Diese wurden in Stallzelten, Geräteschuppen, Offizierspferdeställen, Mannschaftsbaracken und Zelten untergebracht (pro Mann 2,5 m²).
Um dem demoralisierenden Einfluss der Untätigkeit vorzubeugen, die nutzlose Ernährung durch den Staat zu verhindern und die Arbeitskraft in wirtschaftliche Werte umzusetzen, war es nötig, die Gefangenen arbeiten zu lassen.
So wurden beispielsweise innerhalb des Barackenlagers und der Stadt Königsbrück von den Gefangenen Straßen gebaut, die Gefangenen bekamen dafür 1-5 Pfennig Lohn am Tag.
Im Oktober 1914 umfasste das Gefangenenlager 14.535 Kriegsgefangene serbischer, französischer und italienischer Nationalität.
Viele Kriegsgefangene wurden schwer verletzt nach Königsbrück gebracht und überlebten trotz Hilfe nicht, andere starben an den Unzulänglichkeiten der Haftbedingungen.
Insgesamt wurden 724 Kriegsgefangene auf einem Kriegsgefangenenfriedhof des Neues Lagers begraben.
Die Gräber waren in Abteilungen nach Nationalitäten getrennt angelegt, in den Abteilungen der Russen, Franzosen, Italiener und Serben wurden Denkmäler errichtet.
Preise: kostenfrei
Verpflegung: Selbstverpflegung
Erreichbarkeit: Busanbindung aus Königsbrück, Kamenz und Bautzen oder individuell
Anfahrt:
B 97 Richtung Dresden/Königsbrück ca. 900 m, nach Schmorkau rechts bis Wanderparkplatz am, Kriegsgefangenenfriedhof oder ca. 1000 Meter nach Schmorkau die B 97 verlassen - geradeaus bis Neues Lager
Das Granitmuseum in Häslich besteht aus Museum, Schauanlage und 1100m langem Lehrpfad.
Das Museum zeigt eine Sammlung von Arbeitsgeräten, Schrift- sowie Bilddokumenten, mit Originalgegenständen verschiedener Art die technische und wirtschaftliche Entwicklung der Granit-Industrie in der westlichen Oberlausitz und die Arbeits- und Lebensbedingungen der deutschen und sorbischen Steinarbeiter.
In der Schauanlage ist Steinbruchtechnik aus dem 19. und 20. Jahrhundert zu sehen.
Um den Kesselbruch herum führt ein 1100 m langer Lehrpfad. Auf Lehrtafeln werden dem Besucher der geologische Aufbau im Bruch, die für ein Steinbruchgelände typische Fauna und Flora und die technischen Anlagen erläutert.
Kontakt:
Förderverein "Schauanlage und Museum der Granitindustrie e.V."
Dorfstraße 18
01920 Haselbachtal OT Häslich
Tel.: 03578 730586
info@steinbruchmuseum.de
www.steinbruchmuseum.de
Preise: auf Anfrage, auch Rabatte für Schülergruppen
Verpflegung: nach Voranmeldung Essen in der Steinbruchklause
Erreichbarkeit: per ÖPNV von Kamenz und Königsbrück, sonst individuell